„ schlag mit deinem Kopf einen Spiegel ein, das kann eine psychologische Wirkung, auf alle Fälle jedenfalls eine physische habe. Beides kann unglaublich befreiend sein“ riet mir ein Kumpel beim Fitness. Dann ging er zu den Freihanteln und sagte „ du musst beim heben an Muschies denken, das motiviert“ ich stellte mir vor wie er gerade an Muschies dachte und wie die in seiner Phantasie wohl aussahen. Ich nahm kleinere Gewichte und probierte es . Dabei hatte ich das Gefühl das mich der Gedanke eher schwächte.
„ das bringt alles nichts“
„ wenn du mehr Muskeln haben möchtest musst du bereit sein neue Wege zu gehen“ sagte er philosophisch . Er ging zu seiner Milchtüte und nahm einen grossen Schluck“ Die Milch schießt direkt in die Muskeln“ sagte er überzeugt.
„ das ist doch Schwachsinn“
„ wer hat mehr Muskeln du oder ich“
Leider er, was mich nicht überzeugte, aber kurz zum schweigen brachte, weil ich darüber nachdachte, wie ich es Ihm am besten erklären könnte. Ich entschied mich nichts mehr zusagen und mich stattdessen lieber unter die Dusch zustellen.
„...ich lauf und lauf bis ich dich gefunden habe...“
Nachts stand ich auf und stellte mich breitbeinig im Badezimmer vor den Spiegel. Ich schaute in meine Augen, ganz tief in mich hinein, dann wurde ich wütend bis es in mir brannte. Mein Blick schwenkte zum Fenster, die Morgendämmerung hatte sich über Berlin gelegt. Ich zog meine Joggingschuhe an, trat auf die Strasse und fing an zurennen um zu löschen was in mir loderte. Die kühle Morgenluft tat mir gut. Ich blieb stehen schaute auf die Strecke zurück die hinter mir lag und setze mich auf einen Stein. Als der Bäcker seine Türen öffnete dachte ich an sie und als ich mit einer Tüte warmen Brötchen unter dem Arm die Wohnungstür leise aufschloss, stand sie noch immer vor meinem inneren Auge.
Am nächsten Tag sahen wir uns organisatorisch bedingt . Wir sprachen sogar miteinander sie schien nicht erfreut und rückte immer wieder von mir weg, ging mir aber auch nicht aus den weg. Ich weis nicht ob sie unser Treffen gerne verhindert hätte, ich glaube nicht.
Manchmal trennt uns nur eine Wand, meistens jedoch noch nicht einmal das.
Es ist so verdammt hart jemanden zu vermissen den man jeden Tag sieht.
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1 Kommentar:
23 März 2007
für den Unbekannten
Rette was zu retten ist.
Ist nichts mehr zu retten:
werde wütend.
Werde so wütend, dass es brennt!
Wut schmilzt Winter, Grau und!
Dann ist auch wieder Platz für Frühling
Vielleicht auch Platz für Schmerz
-der vergeht.
Dauert? Zu lange?
Alles braucht seine Zeit.
Leg die Decke woanders hin.
Gepostet von Jana an Freitag, März 23, 2007
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